Danny Frede ist Mitglied im

Bundesverband Bildender Künstler

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Atelier • Steinstraße 58 • 51143 Köln / Porz • 0177 415 97 94 • d@nnyfre.de

Serielle

Rechtecke

Serial

Rectangles

„Für meine freiberuflichen Aufträge arbeite ich digital, schnell und auf Zuruf. Zum Malen kehre ich zurück in die analoge Welt, arbeite mit den Händen, muss immer wieder warten und lernen, das Tempo aus dem Schaffensprozess herauszunehmen.“
    
Und trotz dieser Differenz  zwischen Werbung und Kunst, zwischen Rechner und Leinwand sind seine gemalten Arbeiten untrennbar mit seinem umfassenden Verständnis digitaler Bildbearbeitung verbunden. Unnachgiebige Raster aus seriellen Rechtecken, die gewissermaßen als herausgespachtelte Pixel, mit Farbe gefüllt, ihre Hochglanzoberflächlichkeit verlassen, tastbar werden und organisch zu wachsen scheinen. Und doch geht es um mehr als eine handwerkliche Umsetzung digitaler Gestaltungsmöglichkeiten, greift er doch in seinen Bildern auf ganz klassische kunsthistorische Topoi zurück. So erinnert die Strenge des Bildaufbaus an die Konstruktivisten der klassischen Moderne, Farbauftrag und -verlauf an amerikanisches Actionpainting oder die goldenen Bildhintergründe an die Entrückung der Motive in der byzantinischen Überlieferung. Fredes Bilder übersetzen diese Traditionen behutsam und anschaulich in unseren immer mehr von digitalen Prozessen geprägten kulturellen Horizont.

 

Frede erweitert 2017 die geometrische Strenge der zurückliegenden Schaffensphase nun durch das Experiment mit dem Material, bedeckt den goldenen Grund seiner Arbeiten mit Rost und ebnet dem Betrachter einen Weg zurück in eine polymorphe Wirklichkeit. Dort, wo der Suprematismus einst jeden Bezug zur Wirklichkeit verweigert, bleibt das abstrakte Viereck zwar weiterhin die einzige denkbare Form zur Erklärung der Welt, aber es legt sich ein oxidativer Schleier über die Bilder, die uns – gleich einem barocken Vanitas-Stillleben – vor Augen führen, dass alles vergänglich ist: das Bild, sein Maler und schlussendlich auch seine Bedeutung. Ob es sich dabei um eine bloße Spielerei mit einem sich verändernden Werkstoff oder um eine bewusste Reflexion einer korrodierenden Gesellschaft handelt, liegt in den Augen der Betrachtenden.“

"For my freelance jobs I work digitally, quickly and on call. To paint I return to the analogue world, work with my hands, have to wait and learn to take the speed out of the creative process."
    
And despite this difference between advertising and art, between computer and canvas, his painted works are inextricably linked to his comprehensive understanding of digital image processing. Rigid grids of serial rectangles that seem to grow organically, leaving their high-gloss surface, become touchable and seem to grow organically. And yet there is more to it than just a technical implementation of digital design possibilities, since his pictures are based on classical art-historical topoi. For example, the rigour of the composition of the picture reminds us of the constructivists of classical modernism, the paint application and course of American action painting or the golden backgrounds of the rapture of the motifs in Byzantine tradition. Fredes' pictures carefully and vividly translate these traditions into our increasingly digital cultural horizons.

In 2017, Frede expands the geometric rigour of the past creative phase by experimenting with the material, covering the golden ground of his works with rust and paving the viewer a way back to a polymorphic reality. Where Suprematism once refused any reference to reality, the abstract quadrilateral remains the only conceivable form for explaining the world, but an oxidative veil still lurks over the images that, like a Baroque Vanitas still life, reveal to us that everything is transient: the painting, its painter and finally its meaning. Whether it is a mere playfulness with a changing material or a conscious reflection of a corrosive society, lies in the eyes of the viewer ".